Optimieren der Wirkungen


Die Intensivierung der Akupunktur erfolgt mit zusätzlichen Modalitäten wie Atemtherapie, Qi Gong oder Meditation:

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Baihui

Baihui Du 20 „Mit Hundert Verbindungen beginnen“

Baihui ist ein Punkt, mit dem jede Akupunkturbehandlung beginnen kann. Baihui beruhigt, entspannt und erhellt das Bewusstsein.

Die sehr gut bekannten Extrapunkte 6, Sishenchong sind die 4 Punkte um Baihui.

Ein zweiter Kreis von weiteren 4 Punkten  um  Baihui +8 führt zu einer noch deutlicheren Öffnung. Der dritte äußerer Kreis von 4 Punkten um Baihui, also „Baihui  +12 “, löst tiefliegende Spannungen auf dem Schädeldach, da einige Punkte im Bereich des Gallenblasenmeridians liegen. Dadurch kommt es zu einer noch weitergehenden Öffnung.

Die 12 Punkte, die in drei konzentrischen Kreisen Baihui umgeben, wurden von einer Patientin die 12 „Treasure Points“ genannt. Diese neu entdeckten 12 Punkte führen zu einer außergewöhnlich deutlichen Öffnung und dadurch Entspannung und Beruhigung der Patienten. Wir sammeln zur Zeit Erfahrungsberichte nach Anwendung dieser 12 Punkte, die  „Lichtvollen Punkte“ genannt wurden.

Mit einer kurzen Selbstbehandlung mit Baihui kann man auch den Tag des Therapeuten beginnen. Der Punkt ist sehr leicht zu finden: in dem man die kleine Vertiefung auf der Schädeldecke zart tastend aufsucht und langsam behutsam eine Nadel etwas schräg nach dorsal setzt. In der Regel gibt es wenig Einstichschmerz.

Atem

Tiefes bewußtes Atmen während der Akupunktur

Nachdem die Akupunkturpunkte genadelt wurden, geht die Aufmerksamkeit zunächst zum Atem. Der Patient beobachtet seinen Atem, gleichzeitig Körperempfindungen und Gefühle, die aufkommen.

Das tiefe Einatmen ist der erste Schritt der Beobachtung der Atmung. Der Therapeut sagt beispielsweise“ tief Einatmen in den Brustkorb, in die Mitte des Brustkorbs“ oder “tiefe Atemzüge beleben und bringen mehr Sauerstoff und damit mehr Energie in den Körper, dies stärkt die Lebenskräfte“ bzw,   ..... „ Atem belebt“  .....  oder
„Wir atmen Lebensenergie ein“.

Im Wort inspirieren, d.h. einatmen liegt die Bedeutung der Atmung als Zugang zu unserer Kreativität und Spiritualität, beleben, beseelen, inspiriert sein. Die bewusste Atmung ist als Brücke zwischen Seele und physischem Körper zu sehen und verbindet somit Geist und Körper miteinander.

Nach fünf bis zehn Minuten der Aufmerksamkeit auf das tiefe, ruhige Einatmen wendet man sich dem Ausatmen zu. Hier ist der Fokus auf ein entspanntes, verlängertes, vollständiges Ausatmen gerichtet. Man sagt dem Patienten:
„Langsam und tief ausatmen ...   länger Ausatmen,  ...  alles loslassen,  ...   mit jedem Atemzug mehr loslassen.“

Diese fokussierte Ausatmung entspannt den Körper und bringt verbrauchte Energien und Spannungen nach Außen aus dem Körper heraus. Durch tiefes Einatmen wird die Lebensenergie des Patient aufgeladen, verlängertes Ausatmen führt zu deutlicher Entspannung und fördert das Fließen der Lebensenergie im Körper. Gesundheit ist gekennzeichnet durch freies Fließen bzw. Pulsieren der Atem- und Lebensenergie in den Organen, den Meridianen und Energiezentren. Das Einbeziehen der fokussierten Atmung in das Akupunktursetting während der Liegezeit der Nadeln ist eine wesentliche Modalität zur Wirksamkeitssteigerung.

Flow - Freies Fließen von Qi

Das freie Fließen des Qi ist das Ziel jeder guten Akupunkturbehandlung.
„Free Flow“ ist ein wichtiges Ziel auch im Sport. Die fließende Qualität des Qi, der Lebenskräfte ist von besonderem therapeutischen Wert.

Blockaden des Fließens von Qi sind Ursache von Schmerzen, von Verspannungen, von Bewegungseinschränkungen, von Steifigkeit aber auch von Migräne und Kopfschmerzen. Die Leber ist der wichtigste „Motor“ für das freie Fließen von Emotionen und von frei fließenden Muskelbewegungen.

In der Akupunktur Therapie erreicht man besseres Fließen mit den bekannten einfachen Punktekombinationen wie Hegu Di. 4 und Taichong Le. 3 sowie mit
Gb. 34. Auch andere bekannte Punkte wie Baihui Du 20 fördern das freie Fließen von Qi. Alle Punkt die in Blockaden gesetzt werden, die A-Shi Punkte und deren  manuelle Stimulation, lösen das stagnierte Qi und fördert so das freie Fließen.

Bei guten Akupunkturbehandlung verspürt der Patient während der Sitzung ein fließendes Gefühl im Körper, das anregend, oft sogar euphorisierend empfunden wird. Eine Fokussieren auf eine betonte Ausatmung kann diese Empfindungen verstärken.

Qi fließt gemeinsam mit Blut“, dies ist ein wichtiger Grundsatz der chinesischen Medizin.  Wenn also das Qi freier fließt wird auch die Durchblutung besser und die Organe werden mit Sauerstoff besser versorgt, ihre Funktionen ist dadurch angeregt.

Tuina

Konventionelle Massage von angespannten Muskeln löst Blockaden des Qi.
Tuina Massage also chinesische Form der Massage hat eine besondere therapeutische Wirkungen. Tuina fördert das Fließen der Lebenskräfte, des Qi.

Auch das „Taping“, das beklopfen der Meridiane löst Blockaden. Gerade bei Kältestörungen ist die Moxibustion sehr wirksam, da über das wärmende Stärken der Nieren-Grundenergie das Fließen  der Lebenskräften im besonderem Maße gefördert wird.

Nierenenergie aktivieren

Die Nierenenergie der Chinesischen Medizin versorgt uns mit der alltäglichen Grundenergie. Nieren Yin ist die aktive, warme, auch wärmende Energie mit der wir morgens gut motiviert mit Nieren Yang in Aktion gehen, aktiv und lebendig sind. Wir springen in das Leben froh und mit Freude wenn diese Energie ungestört zum herze fließen kann. Das Nieren Yang ist auch die Energie des Willens, die Willenskraft.

Diese Nieren Grundenergie fließt zur Leber, sie nährt und  stärkt die Leber und das aktive Leben, sie ist die nährende Mutter der Leber und  bewegt, bringt Bewegung Motio und Emotionen in das Leben.

Fokussieren des Bewußtseins nach Innen

Das Fokussieren des Bewußtseins nach Innen ist en weiterer Schritt. Man bittet den Patienten, seine Aufmerksamkeit mit geschlossenen Augen nach Innen, in den Körper zu richten. Der Fokus der Aufmerksamkeit geht tiefer nach Innen auf Körperempfindungen und Gefühle. Gleichzeitig bleibt die Achtsamkeit des Patienten bei der Atmung.

Auch der Therapeut fokussiert - gemeinsam mit dem Patienten - die Aufmerksamkeit in die inneren Räume und bittet den Patienten immer wieder mit seiner Wahrnehmung noch mehr in den Körper zu gehen. Der Patient verspürt meist nach kurzer Zeit ein Gefühl von Entspannung, von leichtem Kribbeln, oder von diskretem Fließen.

Qi Gong

Qi Gong Meditation während der Akupunktursitzung

Die Integration von Qi Gong während der Akupunktursitzung mit der kreisförmigen Haltung der Hände erhöht die Bewußtheit für die Energieräume des Herzens, des Bauchraumes und des Beckens. Die Hände werden kreisförmig zunächst vor dem Brustraum, später auch kreisförmig vor dem Bauch- bzw. Beckenraum gehalten und langsam ausgeweitet. Die optimale Weite des Halbkreises ergibt sich für  den Patienten von selbst.

Sammlung: Mit den Händen unterstützt der Patient die Sammlung des Bewusstseins. Wohin geht die Sammlung, der Fokus des Bewusstsein, des Geistes: auf die Atmung .... auf tiefes Einatmen  .... auf die verlängerte Ausatmung  ...  auf den Herzraum  und  ....  auf den Bauchraum. Die Hände helfen den Fokus kreisförmig in diesen Räumen zu halten. In der Sammlung des Bewusstseins nimmt man dann die Qualitäten wahr: das Stärkende des Einatmens, die Entspannung beim Ausatmen, die Wärme und Ausweitung des Herzraumes. Die Lebenskräfte werden so bewusster wahrgenommen. Deren harmonisches Fließen aber auch die Störungen oder Stockungen bei Blockaden, werden nach einigen Übungssitzungen langsam gelöst.

Qi Gong ist eine prophylaktische Methode von Atem- und Meditationsübungen zur Prävention und Therapie. Der Übende leitet die Lebensenergie Qi mit dem Atem, mit langsam fließenden Bewegungen der Hände und mit seinem Bewußtsein durch den Körper. So lösen sich Blockaden leichter und die Bewegungen des Qi werden deutlich wahrgenommen. Ein intensives Gefühl von Entspannung und innerer Gelöstheit stellt sich ein. Das Ziel ist die Harmonisierung und Anregung der Lebensenergie. Qi Gong ist das sanfte, langsame Üben des Qi, eine Methode die Lebenskräfte zu kultivieren. 

Organ Flow Meditation

Organ Flow Meditation für das Aktivieren der Quellen von Qi

Organ Flow Qi Gong Meditation ist eine vom Autor entwickelte Meditations-methode die sich in den zurückliegenden 12 Jahren täglicher Praxis der Akupunkturanwendung bewährt hat. (Siehe auch im Abschnitt: Meditation)

Geschwächte oder gestörte Organe lassen sich durch diese Methode harmonisieren und oft auch deutlich stärken. In der Chinesischen Medizin wird den Funktionen der inneren Organe und den ihnen innewohnenden Lebenskräften und Qualitäten eine herausragende Stellung eingeräumt. Die Organe werden als Speicher der Lebensenergie beschrieben und mit Kornkammern verglichen. Die Lebenskraft Qi reguliert nicht nur die Quantität der Lebenskräfte sondern auch die Qualität der Funktionen.. Ist die Lebensenergie eines Organs beispielsweise durch Stress geschwächt, wird die Funktion dieses Organs nur unvollständig oder mangelhaft sein. Die Funktionen der Organe werden von den Lebenskräften, die den Organen innewohnen, hervorgebracht

Im Förderzyklus der Organe stärkt das vorangehende Organ das nächste Organ nach der Mutter-Sohn-Regel wie die Mutter den Sohn stärkt bzw. nährt:

Lunge  -  Niere  -  Leber -  Herz  -  Milz-Pankreas

Metall  - Wasser  -  Holz  -  Feuer  -  Erde

 

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Gesundheit & Meditation

Praxis Dr. med. Gabriel Stux


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