Organ Flow Meditation

Gabriel Stux

Organ Flow Meditation ist eine in der Praxis der Akupunktur entwickelte Atem- und Meditationsmethode, die nach dem Förderzyklus der fünf Wandlungsphasen, den Fluß der Lebensenergie zwischen den fünf inneren Organen fördert. Geschwächte oder gestörte Organe lassen sich durch diese Methode harmonisieren und oft auch deutlich stärken. Die Funktionen der Organe werden von den Lebenskräften, die den Organen innewohnen, hervorgebracht. In der Chinesischen Medizin wird den Funktionen der Organe eine herausragende Stellung eingeräumt:

Die Organe werden als Speicher der Lebensenergie beschrieben und mit Kornkammern verglichen. Qi, die Lebenskraft reguliert nicht nur die Quantität der Lebensenergie sondern auch die Qualität der Funktionen. Ist die Lebensenergie eines Organs beispielsweise durch Stress geschwächt, wird die Funktion dieses Organs nur unvollständig oder mangelhaft sein.

Im Förderzyklus der Organe stärkt das vorangehende Organ das nächste Organ nach der Mutter-Sohn-Regel wie die Mutter den Sohn nährt:

Lunge  -  Niere  -  Leber -  Herz  -  Milz - Pankreas

Metall  - Wasser  -  Holz  -  Feuer  -  Erde

Dies ist die Reihenfolge der Organe bzw. der Wandlungsphasen im Förderzyklus

 

Lunge

Bei der Organ Flow Meditation beginnt man den Zyklus mit der Lunge:

Bewußte Atemzügen gehen zunächst in die oberen schulternahen Abschnitten der Lunge. Das tiefe ruhige Einatmen wird betont.

Mit tiefen Atemzügen, die nach einigen Minuten die Lunge ganz ausfüllen, geht man dann im zweiten Abschnitt der Meditation, immer tiefer in Richtung Bauch und weiter bis zur Beckenmitte und später auch noch tiefer bis auch der Beckenboden fühlbar wird.

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Niere

Lunge zur Niere ist ein ganz wesentlicher Abschnitt der Organ Flow Meditation. Bei diesem Abschnitt wird nach beharrlichem Üben auch der Beckenraum präsenter, lebendiger und wärmer. In dieser zweiten Phase der Meditation atmet man dann tiefer nach unten in den Bauchraum bis in die Beckenmitte, zur Niere. Der Beckenraum ist der Energieraum der Niere, ein Raum der Ruhe und Regeneration.

Die Verbindung Lunge zur Niere ist bei Stress häufig gestört. In der chinesischen Medizin sagt man: „die Niere kann die Lebensenergie, das Qi der Lunge nicht empfangen“. Asthma ist die Folge.

Leber

Im nächsten Schritt fließt die Lebensenergie von der Niere zur Leber also vom Beckenraum zum rechten Oberbauch. Eine kräftige Nierenenergie ist Voraussetzung für das freie Fließen der Lebensenergie. Das freie und kraftvolle Fließen der „Leberenergie“ ermöglicht einen angemessenen Ausdruck der Gefühle sowie kräftige Muskeltätigkeit.

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Herz

Herz

Die Leberenergie fließt dann weiter von der Leber zum Herz und stärkt die Ladung und Bewegung des Herzens, die sich in Freude zeigt. Das Herz ist auch der Sitz des „Shen“, des klaren lebendigen Bewußtseins.

Herzenergie weitet sich seitlich zur Lunge aus

Das offene Herz weitet sich seitlich zur Lunge aus. Das aktive Herz Feuer wärmt die Lungen.

Die Lunge ist ein Organ, das sehr empfindlich auf Kälte und trockene Luft reagiert, oft kühl wird und sogar häufig durch Kälte erkrankt, so kommen die vielen Erkältungen bei Kindern. Durch das Herz Feuer wird die Lunge aktiviert, atmet tiefer und bringt so mehr Luft, also mehr Sauerstoff in den Körper.  Durch die Stärkung der Lunge wird die Durchblutung aller Organe gefördert, da die Lunge nach Vorstellung der chinesischen Medizin auch an der Verteilung der Lebensenergien im ganzen Körper beteiligt ist.

Auf diese Weise bilden Herz und Lunge eine aktive Gemeinschaft, das Herz wärmt die Lunge, die Lunge fördert über die vermehrte Atmung die Durchblutung und den Energiefluss des Herzens.

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Milz Pankreas

Milz-Pankreas

Das Herz-Qi, die Lebensenergie des Herzens fließt weiter zum Oberbauch und nährt das Milz-Pankreas System.

Von hier fließt dann im letzten Abschnitt die nährende Energien vom Milz-Pankreas zur Lunge und auch zu allen anderen Organen, die sie nährt. So schließt sich der Kreislauf im Förderzyklus.

Gesundheit & Meditation

Praxis Dr. med. Gabriel Stux


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